Wartenberger Hof
Veranstaltungshaus

Haupteingang:
Woldegker Straße
13059 Berlin 

Postanschrift:
Dorfstraße 2
13059 Berlin
(kein Zugang zum
Veranstaltungshaus)

Tel. +49 30 - 96 06 99 99
(
kostenpflichtige Nummer)


Anfragen bitte per eMail an:
info@wartenberger-hof.de

 

wartenberg und die Böttchers

Johann Karl August mit FamilieIm Jahre 1792 übernimmt Gottlieb Böttcher das alte Gut von Otto von Voß, nachdem dieser sein neues Gut in unmittelbarer Nachbarschaft fertiggestellt hatte. In dieser Zeit geschahen einige Besitzerwechsel in den feldmärkischen Dörfern, nur ein Jahr zuvor, im Jahre 1791 wurde das Gut im Nachbardorf Falkenberg von Marie-Elisabeth von Humboldt, der Mutter von Wilhelm und Alexander von Humboldt, erworben. Sie kaufte das Gut von Oberstleutnant von Lochau.

Nach dem Tod von Otto von Voß im Jahre 1823 erbten zunächst seine drei Söhne das Gut, sein ältester Sohn Carl wurde nach dem Tod der beiden Jüngeren alleiniger Herrscher über Wartenberg.

Als einer der ersten Chausseen, dies waren befestigte Fernstraßen, in Brandenburg wurde 1806 die sogenannte "Kunststraße" von Berlin nach Werneuchen vollendet. Mit Hilfe französischer Kriegsgefangener wurde sie 1816 bis Freienwalde, und später bis Pommern, fertiggestellt. Der Streckenverlauf ist identisch mit der heutigen Bundesstraße 158. Entlang dieser Kunststraße befanden sich Chausseehäuser, in denen die Chaussewärter wohnten. Sie hatten für einen ordentlichen, fahrbereiten Zustand der Straße zu sorgen und das Chausseegeld einzunehmen, denn anfangs war die Befahrung dieser Straße gebührenpflichtig.

Diese neue Straße durchquerte auch die südliche Wartenberger Feldmark, somit war Wartenberg eines der ersten Brandenburgischen Dörfer, das tatsächlich über eine befestigte Fernstraße verfügte. Das Wartenberger Chausseehaus befand sich dort, wo in etwa heute der S-Bahnhof Hohenschönhausen zu finden ist. Ein beim Aufbau der Großsiedlung leicht versetzter Meilenstein an der Falkenberger Chaussee ist heute der einzige sichtbare Rest.

1882 kaufte die Stadt Berlin das Gut Wartenberg und begann mit der Anlage von Rieselfeldern. Das Gut selbst wurde zum Vorwerk des Stadtgutes Malchow. Zur gleichen Zeit entsteht die neue Hofanlage an der Dorfstraße 2, die mit ihrem markanten Gutshaus und den Stallgebäuden von Johann Karl August Böttcher, dem Enkel von Gottlieb Böttcher, errichtet wird. Dieser war später auch als Bürgermeister von Wartenberg aktiv. Die heutige Eigentümerin des Hofes ist seine Ur-Enkelin.